Hohe Decken, riesige Fenster, viel Licht und jede Menge Geschichte: Das Jenny-Areal in Ziegelbrücke ist weit mehr als ein ehemaliges Industrieareal. Heute verbindet es historischen Charakter mit modernem Wohnen und Arbeiten.
Die Glarner Nachrichten haben Melanie Boers in ihrem rund 260 m² grossen Loft besucht. Für sie ist der Ort gleichzeitig Zuhause, Fotostudio und ein Stück Familiengeschichte. Ihre Grossmutter lebte einst selbst auf dem Jenny-Areal und auch Melanie verbindet viele Kindheitserinnerungen mit diesem besonderen Ort.
Was sie an ihrem heutigen Zuhause besonders schätzt? Die beeindruckende Raumhöhe, den industriellen Charakter und vor allem das Licht, das durch die grossen Fenster ins Loft fällt. Gleichzeitig bietet ihr das Areal etwas, das sich nicht immer leicht verbinden lässt: Ruhe und urbanes Flair. Auch die Nähe zu Zürich schätzt sie sehr.
Vom Industrieareal zum Lebensraum
Das Jenny-Areal blickt auf eine lange Geschichte zurück. In der Blütezeit beschäftigte Fritz + Caspar Jenny hier mehr als 700 Personen. Nachdem die Spinnerei 2001 ihren Betrieb eingestellt hatte, begann wenige Jahre später die Umnutzung. Seit 2008 sind in den ehemaligen Industriegebäuden unter anderem Loftwohnungen und Gewerberäume entstanden, aus einem Ort der Produktion wurde ein Ort zum Wohnen, Arbeiten und Leben.
Dass dabei der ursprüngliche Charakter erhalten geblieben ist, macht das Areal bis heute besonders. Das Jenny-Areal zählt zu den schützenswerten Ortsbildern der Schweiz und wird aktuell auch in der Ausstellung «Denk Mal Glarus – Baukultur im Glarnerland» im Freulerpalast vorgestellt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Oktober 2026.
Melanie Boers bringt das Wohngefühl im Artikel wohl am schönsten auf den Punkt: Sie habe sich von der ersten Minute an zu Hause gefühlt, wegen des Ausblicks, des Lichts, der hohen Räume und der grossen Fenster.
Ein schönes Beispiel dafür, wie bestehende Bausubstanz bewahrt und gleichzeitig Raum für neues Leben geschaffen werden kann.
Den vollständigen Beitrag der Glarner Nachrichten finden Sie hier:
In Melanie Boers Stube in Ziegelbrücke könnten zehn Autos hintereinander parkieren.
Bilder: Sasi Subramaniam / Glarner Nachrichten
